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R+F Koaleszenz- und Partikelfilterelemente aus Borosilikat-Mikrofaser
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Problem & Lösung

Irreführende Mikron-Angaben — warum die „Porengröße“ wenig über einen Koaleszenzfilter aussagt

Datenblätter mischen Porengrößen, absolute Flüssigkeitsfeinheiten und Gas-Abscheidegrade bei unterschiedlichen Partikelgrößen — alles in Mikron. Bei Tiefenfiltern aus Borosilikat-Mikrofaser ist eine Porengröße nicht aussagekräftig: Partikel werden abgeschieden, wenn sie mit einer Faser kollidieren, nicht weil sie für ein Loch zu groß sind. Für einen korrekten Vergleich braucht man Abscheidegrad, zugehörige Partikelgröße und Prüfverfahren.

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Die Symptome erkennen

  • Zwei Elemente mit gleicher Mikron-Angabe liefern sehr unterschiedlichen Ölaustrag oder unterschiedliche Reinheit
  • Ein Anbieter nennt eine „Porengröße“ für ein Koaleszenzelement, ein anderer einen Abscheidegrad in Prozent
  • Ein Ersatzelement mit „feinerer“ Mikron-Angabe verbessert das Ergebnis nicht — oder verblockt schneller
  • Abscheidegrade werden ohne Partikelgröße oder ohne Prüfverfahren angegeben
  • Unklar, welche Qualität für Vorfilter, Endkoaleszer oder Hochreinstufe nötig ist

Ursachen

Porengröße bei einem Tiefenfilter verwendet

Borosilikat-Mikrofaser besteht aus zufällig abgelegten Faserlagen ohne definierte Öffnungsweite; die Zwischenräume sind oft größer als die abgeschiedenen Partikel

Abscheidemechanismus übersehen

Partikel werden durch Sedimentation, Trägheit, direkte Interzeption und Diffusion abgeschieden und von zwischenmolekularen Kräften (Van-der-Waals-Kräften) an der Faser gehalten, weitgehend unabhängig von Partikelmaterial, Feuchte und Temperatur

Unterschiedliche Partikelgrößen verglichen

ein Prozentwert bei 0,01 µm, bei 0,3 µm oder bei 1 µm beschreibt Verschiedenes; die am schwersten abscheidbare Partikelgröße liegt um 0,3 µm

Unterschiedliche Prüfverfahren verglichen

DOP- und Natriumflammentest prüfen bei 0,3–0,6 µm, Flüssigkeitstests und Nennfeinheiten folgen anderen Regeln

Qualität nach Zahl statt nach Position gewählt

eine sehr feine Endqualität als einzige Stufe überlastet bei hoher Aerosolbeladung schnell

Auslegung nach Katalog-Volumenstrom

zu hohe Anströmgeschwindigkeit verringert die Diffusionsabscheidung und kann koaleszierte Flüssigkeit wieder mitreißen, unabhängig von der Qualität

Diagnose-Checkliste

  • 1Abscheidegrad in Prozent, zugehörige Partikelgröße und Prüfverfahren erfragen — nie nur eine Angabe vergleichen
  • 2Prüfen, ob eine Mikron-Angabe eine nominale Porengröße, eine absolute Flüssigkeitsfeinheit oder ein Gas-Abscheidegrad ist
  • 3Qualitäten auf einer Basis vergleichen: Alle R+F-Borosilikat-Mikrofaserqualitäten sind bei 0,01 µm angegeben — AX 99,99998 %, UX 99,9999 %, HE 99,99 %, ME 99,5 %, ST 95 %, PF 90 %
  • 4Qualität nach Position wählen: ST oder PF als Vorkoaleszer, HE als Endkoaleszer, UX oder AX für Hochreinanwendungen
  • 5Anfangsdifferenzdruck bei Ihrem tatsächlichen Volumenstrom und Betriebsdruck prüfen, nicht nur den Abscheidegrad
  • 6Elementmaße bestätigen: bei 51 × 230 / 51 × 476 beträgt der AD 62,5 ± 1,5 mm (Koaleszenz) bzw. 58 ± 1,5 mm (Partikel)
  • 7Temperatur bestätigen: Standard-Koaleszenzelemente −50 bis +150 °C, silikatgebundene Elemente höher — die Gehäusegrenze gilt immer

Beschreiben Sie Ihre Situation — wir finden die richtige Lösung

Jedes Filtrationsproblem hat spezifische Ursachen, die spezifische Lösungen erfordern. Senden Sie uns Ihre Betriebsbedingungen und wir erstellen eine maßgeschneiderte Empfehlung.